Customer-Relationship-Management (CRM)

Das Customer-Relationship-Management (engl. „Verwaltung von Kundenbeziehungen“) beschreibt die systematische Gestaltung der Interaktion mit Kunden sowie die Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen. Im Kern stehen die Bedürfnisse des Kunden, denen ein optimales Angebot gemacht werden soll, und nicht der maximale Absatz. Es umfasst dabei nicht nur die dafür notwendige Software, sondern auch einen generellen Ansatz der Unternehmensführung. Zu den Aufgaben des CRM gehören z.B. Kundenberatung, Kundenumfragen oder das Beschwerdemanagement.

Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon

Search Engine Optimization (SEO)

SEO steht für die Suchmaschinenoptimierung, die von vielen Unternehmen durchgeführt wird, um die Besucherzahlen ihrer Webseite zu steigern. Die Arbeitsweise von Suchmaschinen ausnutzend wird bei der Suchmaschinenoptimierung der Inhalt der Seite (Schlagwörter, Formatierungen, Überschriften etc.) sowie die Vernetzung(Links und Querverweise) optimiert, um bei einer Suche nach bestimmten Begriffen früher aufgelistet zu werden.

Quelle: Gründerszene.de

Wertstromanalyse

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Die Wertstromanalyse (engl. „value stream mapping“) ist ein Werkzeug zur Optimierung einer Produktion, bei der die Wertschöpfung eines Produktionsablaufs – also sämtliche Prozesse, die anfallen um einen Kundenwert zu generieren – im Fokus steht. Neben Transparenz und Übersicht ist die Identifizierung und Eliminierung möglichst vieler nicht-wertschöpfender Tätigkeiten und unnötiger Liegezeiten das Hauptziel.

In dem Bestreben eine möglichst „schlanke“ Produktion zu erreichen, wird die Wertstromanalyse in vielen Produktionssystemen großer Industrieunternehmen wie z.B. Toyota genutzt, findet aber auch in kleineren Unternehmen bei vielen Prozessen Anwendung. Ein besonderer Aspekt ist die Einnahme der Kundensicht und Orientierung auf Kundenanforderungen.

Durchführung:

1. Schritt: Produktauswahl

Bei der Wertstromanalyse werden nicht alle Produktionsprozesse auf einmal, sondern ein bestimmtes Produkt bzw. eine Produktfamilie betrachtet. Dennoch ist es wichtig die gesamte Wertschöpfungskette für dieses Produkt zu erfassen.

2. Schritt: Kunden & Lieferanten

Nun gilt es relevante Daten für Kunden & Lieferanten bereitzustellen. Als Grundlage sollte eine Kundenbedarfsanalyse durchgeführt werden, denn verlässliche Absatzzahlen sind unerlässlich für eine nutzenbringende Analyse.

3. Schritt: Produktionsprozesse

Hat man das Produkt sowie Kunden- & Lieferantendaten werden „rückwärts“ die verschiedenen Produktionsprozesse in Zusammenhang gebracht. Rückwärts soll heißen, dass man beim Kunden beginnt und sich dann die Wertschöpfungskette hocharbeitet. Bilden sie dabei sinnvolle Einteilungen der Produktionsschritte, es muss nicht jeder Handgriff einzeln erfasst werden.

4. Schritt: Material- & Informationsflüsse

Als nächstes werden Material-& Informationsflüsse per Pfeil in das Diagramm eingearbeitet. Oft entstehen unnötige Liegezeiten dadurch, dass auf bestimmtes Material oder Informationen gewartet werden muss.

5. Schritt: Prozessdaten

Jetzt werden Kennzahlen/Prozessgrößen sowie Bestandszahlen eingetragen. Insbesondere die Durchlaufzeiten mit Unterscheidung, wann das Produkt tatsächlich bearbeitet wird und wann nicht, sind essentiell. Die Darstellung des Ist-Zustands ist damit komplett.

6. Wertstromdesign

Auf Grundlage des Ist-Zustands soll nun ein Soll-Zustand abgeleitet werden. Versuchen sie alle unnötigen Liegezeiten und nicht-wertschöpfende Tätigkeiten zu eliminieren und halten sie alle Maßnahmen sowie Zuständigkeiten fest. Als Hilfe können sie auf eine umfassende Literatur zum Thema Lean Production sowie Wertstromanalyse zurückgreifen. Auch im Internet findet man nützliche Seiten.

Quellen: BPM Tools App | wertstromdesign.de

Disruptives Potential

Das disruptive Potential (einer Innovation) ist das Potential einen Markt zu erschüttern und zu einer Neuordnung zu zwingen (lat. disrumpere „aufbrechen“). Ähnlich dem Begriff der kreativen Zerstörung (Schumpeter) sorgen disruptive Innovationen für eine Neukombination von Produktionsfaktoren, die alte Strukturen verdrängen und schließlich „zerstören“. Ein klassisches Beispiel für eine solche Innovation wäre die Dampfmaschine, die unsere Produktionsweise nachhaltig verändert hat.

IP-Management

IP-Management steht für Intellectual Property Management (engl. „Verwaltung des geistigen Eigentums“) und beschreibt den Umgang mit Marken, Patenten, Know-how etc. in einem Unternehmen. Eine bekannte Marke oder ein lukratives Patent können einen wesentlichen Teil zu Konkurrenzfähigkeit und dem Wachstum eines Unternehmens beitragen. Ein vernünftiges IP-Management ist daher für jedes innovative Unternehmen eine Pflicht.

Crowdfunding

Innovationsmanager Deutschland | Prozesse | Crowdfunding

Crowdfunding (engl. „Massenfinanzierung“) ist ein relativ neues Finanzierungsmodell aus den USA, bei dem eine Vielzahl von Personen an der Finanzierung beteiligt ist. Die Finanziers sind dabei keine großen Investoren, sondern meist Konsumenten, die so nicht nur Geld sondern auch einen Ausblick auf die mögliche Nachfrage geben.

Das Konzept läuft zumeist über spezialisierte Internetseiten wie indiegogo oder kickstarter. Auf einer zur Verfügung gestellten Seite wird das jeweilige Projekt beschrieben und beworben, wobei vor allem das Pitch-Video eine wichtige Rolle spielt. Man definiert eine Mindestsumme und einen Zeitraum, in dem man die Summe erreichen will. Nun gilt es Geld einzusammeln. Meist verspricht man den Unterstützern eine vorher festgelegte Gegenleistung, die sich nach der Größe des Beitrags richtet. Wird die angestrebte Summe dennoch nicht erreicht, gilt das Projekt als gescheitert und die Unterstützer erhalten ihren Beitrag zurück.

Hat man sich für das Crowdfunding entschieden, gilt es sich eine passende Plattform auszusuchen, die sich hauptsächlich in der Art der Gegenleistungen unterscheiden. Dabei wird häufig zwischen vier Arten von Plattformen unterschieden:

Klassisches Crowdfunding (Reward- Based Crowdfunding)
Crowdinvesting (Equity-Based Crowdfunding)
Crowdlending (Lending-Based Crowdfunding)
Spenden Crowdfunding (Donation-Based Crowdfunding)

Des Weiteren unterscheiden sich die verschiedenen Plattformen nach thematischem und regionalem Fokus. So gibt es Crowdfunding Plattformen für Berlin und Hamburg oder für Musik und Sport. Eine ausführliche Liste der wichtigsten Plattformen findet sich hier.

Bei der Frage, ob man sich für Crowdfunding entscheidet, sollte man bedenken, dass es hier in Deutschland noch ein sehr neues Konzept ist, welches nicht jedem bekannt ist, auch wenn es sich derzeit rasant verbreitet. Die ideale Zielgruppe ist daher in der Regel etwas jünger und technikaffin. Zudem gibt es in Deutschland noch keine gesetzliche Grundlage, die allgemeine Regeln oder Definitionen für das Crowdfunding schafft. In den USA existiert dies auch erst seit 2014 im Rahmen des Jumpstart Our Business Startups Acts.

Schafft man es die notwendige Aufmerksamkeit auf sein Projekt zu ziehen, muss man die Leute zur Unterstützung motivieren. Damit die Menschen ohne unmittelbare Gegenleistung für ein Produkt bezahlen, welches noch nicht existiert, ist es wichtig, dass es sich dabei um ein sehr innovatives Produkt handelt, welches bestimmte Interessen im Kunden anspricht.

Crowdfunding.de stellt dabei drei grundlegende Bedürfnisse heraus:

  • Die Crowd will einen guten Zweck unterstützen
  • Die Crowd will ein innovatives Produkt haben
  • Die Crowd will an einem Projekt verdienen, bzw. einen finanziellen Vorteil haben.

Ist das Projekt allerdings erfolgreich, so hat man eine sehr gute Möglichkeit sein Risiko auf viele Schultern zu verteilen und gleichzeitig vorab einen Überblick über die Nachfrage nach seinem Produkt zu erhalten. Kriegt man die nötige Unterstützung zusammen und schafft man es zu liefern, was man beworben hat, so kann man sich auch in Zukunft sicher sein mit seinem Konzept Nachfrage zu generieren. Die Chancen dafür stehen gut. So 2014 waren in Deutschland 62% aller Projekte erfolgreich.

Quellen: crowdfunding.de | Deutschlandfunk

Crowdsourcing

Ähnlich wie beim Crowdfunding, richtet sich das Crowdsourcing, zusammengesetzt aus crowd („Menschenmenge“) und Outsourcing an eine Vielzahl von Menschen, an die eine bestimmte Aufgabe ausgelagert werden soll. Dabei handelt es sich um breit gefächerte Aufgabenbereiche, die von der Vielfalt an verschiedenen Kenntnissen profitieren sollen. Ein sehr bekanntes Beispiel ist das Online-Lexikon Wikipedia, welches die Aufgaben von Autoren und Redakteuren an die Nutzer abgibt.

Quelle: Gründerszene

Outsourcing

Unter Outsourcing versteht man die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen. Dabei unterscheidet man zwischen Unternehmensinternem und Unternehmensexternem Outsourcing. Die im Zuge der Globalisierung häufig auftretende geographische Auslagerung (z.B. von Teilen der Produktion in Länder mit niedrigen Lohnkosten), wird als Offshoring bezeichnet.

Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon

Swimlane Diagramm

Innovationsmanager Deutschland | Prozesse | Swimlane-Analyse

Innovationsmanager Deutschland | Prozesse | Swimlane-Diagramm

Das Swimlane-Diagramm (engl. „Schwimmbahn“) ist eine Darstellungsmöglichkeit für Prozesse, die eine zeitlich logische Reihenfolge mit klaren Verantwortlichkeiten für die einzelnen Akteure verbindet. Das Diagramm wird visualisiert als Schwimmbecken (Pool), welches den Umfang des Sachverhalts beschreibt. Die Einteilung der verschiedenen Bahnen steht für einzelne Akteure, die Länge des Beckens für die beschriebene Zeitspanne.

Das Diagramm eignet sich für nicht allzu komplexe Prozesse, in der man, ähnlich wie in einem Flussdiagramm die zeitliche Abfolge betonen möchte und Aufgaben klar zu jeweils einem Akteur zuordnen kann. In diesem Fall ermöglicht das Swimlane-Diagramm eine schnelle Erfassung des Prozessablaufs und der relevanten Infromation. Regeln, nach denen sich Prozesspfade teilen, können in einem Swimlane Diagramm jedoch nicht adäquat wiedergegeben werden.

Vorgehensweise:

Schritt 1:  Aufbau des Pools

Zunächst muss der zu beschreibende Sachverhalt eingegrenzt werden. Dabei kann es sich um einen separaten Prozess, die Prozesse eines Unternehmensstandortes oder die Prozesse einer gesamten Organisation handeln.

Schritt 2: Einteilung der Bahnen

Nun wird festgestellt, welche Akteure an diesem Prozess an beteiligt sind und jedem Akteur eine Bahn zugeordnet. Solche Einheiten können z.B. Rollen, Funktionen, Positionen oder auch Organisationseinheiten sein.

Schritt 3: Festlegung der Aktivitäten

Nun werden alle Aktivitäten erfasst, die Teil des Prozess sind und ihre zeitliche Abfolge festgelegt. Dann teilt man die Aktivitäten den einzelnen Bahnen zu. Eine Aktivität darf dabei jeweils nur auf einer Bahn stehen.

Schritt 4: Abhängigkeiten eintragen

Mit Hilfe von Pfeilen werden nun die Abhängigkeiten untereiander eingetragen. So werden vorausgehende und nachfolgende Aktivitäten deutlich.

Quellen: swimlane.info | BPM Tools App

Technology Readiness Level (TRL)

Der Technology Readiness Level (engl. „Technologie-Bereitschaftsgrad“) gibt auf einer Skala von 1 bis 9 den Entwicklungsstand einer Technologie an. Die Skala reicht von der Beobachtung und Beschreibung des Funktionsprinzips (TRL 1) bis zum erfolgreichen Einsatz des Endprodukts (TRL 9) und ist, ursprünglich von der NASA eingeführt, mittlerweile ein Standard zur Beschreibung der Entwicklung von Technologien.

Quelle: EU-Definition