Innovationsmanagement: Lebenszykluskonzepte

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Um Innovationen zu entwickeln, sie auf den Markt zu bringen und damit erfolgreich zu sein, sind „Business Life Cicle“ bzw. Lebenszykluskonzepte theoretisch eine anschauliche Hilfe.

Genau wie Lebewesen haben Technologien und Produkte eine Lebenszeit, welche in unterschiedliche Entwicklungsstadien eingeteilt werden können. Diese Stadien haben unterschiedliche Zeitverläufe welche in verschiedenen Lebenszyklusmodellen dargestellt werden.

Verschiedene Lebenszykluskonzepte:

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Technologielebenszykluskonzepten und Produktlebenszykluskonzepten. Bei Technologielen ist z.B. die Betrachtung des Wettbewerbspotenzials wichtiger,  bei Produkten der mögliche Gewinn und Umsatz über einen Zeitraum.

Technologielebenskonzepte:

Es wird zwischen folgenden Technologiearten unterschieden:

  1. Schrittmachertechnologien, setzen fortlaufend auf frühzeitige Erkenntnis von Trends. Besonders hier ist ein permanentes Innovationsmanagement unerlässlich.
  2. Schlüsseltechnologien, Unternehmen heben sich stark von der Konkurrenz ab und versuchen u.a. durch Patente, Eintrittsbarrieren zu schaffen.
  3. Basistechnologien, es gibt bereits einen allgemeinen Standard wodurch eine Differenzierung vom Wettbewerb kaum möglich ist.

Diese haben eigene Technologielebenszykluskonzepte, welche aber grundsätzliche in vier Phasen eingeteilt werden:

  1. Entstehungsphase, Kosten (Investitionen) sind niedrig
  2. Wachstumsphase, Kosten (Investitionen) erreichen Höhepunkt
  3. Reifephase, Kosten (Investitionen) sinken
  4. Altersphase, Kosten (Investitionen) sind vernachlässigbar

Produktlebenszykluskonzepte:

Hier ist das Verhältnis der Entwicklungsdauer zur Verweildauer auf dem Markt maßgeblich. Der Trend zu immer kürzeren Produktlebenszyklen ist problematisch. Schnell stimmt das Verhältnis zwischen nichtgewinnbringenden und gewinnbringenden Phasen nicht mehr. Damit wird es auch immer wichtiger strukturiert an Innovationen zu arbeiten.

Produktlebenszykluskonzepte enthalten meist die folgenden fünf Phasen:

  1. Entwicklungsphase, verursacht Kosten
  2. Einführungsphase, erzeugt Verluste
  3. Wachstum- und Reifephase, sorgt für steigenden Umsatz und Gewinn
  4. Sättigungsphase, höhe von Umsatz und Gewinn stagniert
  5. Verfallsphase, höhe von Umsatz und Gewinn sinkt und kann wieder zu Verlusten sorgen.

Vorsicht:

Produktentwicklungen sind in der Praxis stark von Umweltbedingungen und Unternehmensstrukturen abhängig. Es kann sein das ein Produkt nie in gewinnbringende Phasen kommt und floppt.

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